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Historisches

Alte Schule / Kinderspielplatz

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Bahnhof/ Rübenbahn Sachsendorf 

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Bahnhof Sachsendorf

Der Bahnhof Sachsendorf (km 45,9) am nordwestlichen Rand des Dorfes war einer von 16 Bahnhöfen mit einem Privatgleisanschluss zur Zuckerfabrik. Hier wurde die Masse des örtlichen Frachtaufkommens, überwiegend Zuckerrüben und Kohle, umgeschlagen. Die Eisenbahn musste auf saisonale Spitzenbelastungen eingestellt sein. Das 250 m lange Anschlussgleis wurde nach der Stilllegung der Zuckerfabrik und nach dem Wiederaufbau des kriegszerstörten Streckenabschnitts Sachsendorf - Golzow wieder für die Landwirtschaft genutzt. Nach der Einstellung des Bahnbetriebes im September 1966 zwischen Dolgelin und Wollup wurden der nach 1945 instandgesetzte Techowbau und die Bahnhofsgleise zügig abgerissen. Die INTERFLUG beanspruchte das Gelände für den Aufbau des Agrarflugstützpunktes

 

Wo einst Züge hielten, starteten und landeten nun die gelben Hummeln zum Einsatz über dem Oderbruch.

 

Von Sachsendorf lief die Strecke geradlinig durch die Feldmark auf den westlich des Ortskerns liegenden Bahnhof

Alt Tucheband (km 48,9) zu und querte dann 2 km weiter

am Bahnhof Neu Tucheband (km 50,7) die Reichsstraße 1. 

 

Für beide Stationen die Gemeinden und die Güter Tucheband,

Hackenow und Herzershof rund 26.000 t Güter, darunter
10.000 t Zuckerrüben mit Ziel Sachsendorf aus.


Man nutzte die Eisenbahn auch für kürzeste Entfernungen, hier nur 6 km 
bis zur Zuckerfabrik.


Der Radweg verlässt Sachsendorf abweichend von der Bahntrasse über Hackenow, läuft dann im spitzen Winkel auf den einstigen Bahnhof Alt Tucheband zu und folgt über die Bundesstraße und die Ostbahn der Straße nach Golzow.
Die Gemeinde Golzow lieh ihren Namen drei Bahnhöfen. Am km 74,5 der Ostbahn, gerechnet vom Ostbahnhof am Küstriner Platz in Berlin (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Ostbahnhof und einstigen Schlesischen Bahnhof) wurde 1866 der Bahnhof Golzow (Oderbruch) eingeweiht. Am Westkopf des einstmals weiträumigen Bahngeländes verweist am beschrankten Überweg das nach dem Krieg neu errichtete, jüngst frisch geweißte aber
zugenagelte Stellwerk auf diesen Bahnhof der Fernbahn hin.

 

An der Oderbruchbahn westlich der Straße und vor deren Kreuzung mit der Ostbahn über die 1973 demontierte Eisenbahnbrücke lag der Bahnhof Golzow Kleinbahnhof (km 52,3) mit zwei 120 m langen Übergabe-/Übernahmegleisen für Frachten, die wechselseitig von einer zur anderen Bahn übergingen. Dazu diente eine in die Straße eingelassene, die Staatsbahn querende Verbindungskurve, vorbei am heute noch existierenden ehemaligen Lokomotivschuppen und einem Rest des Bahnsteiges der Oderbruchbahn. Das Gelände östlich, also rechts der Straße, nutzten die Staats- und die Oderbruchbahn wechselseitig. Man musste diesen Kompromiss beim Bau der Oderbruchbahn eingehen, denn eine separate Anbindung an die Ostbahn auf freier Strecke hätte für die Oderbruchbahn eine andere Trassenführung und für beide Seiten den Bau eines gesonderten Übergabebahnhofs bedeutet.


So entstanden gegenüber dem Empfangsgebäude der Staatsbahn auf der Nordseite (Fahrtrichtung Berlin) das repräsentative Bahnhofsgebäude der Kleinbahn und auf der Südseite (Fahrtrichtung Küstrin) ein Wohnhaus für Beamte der Kleinbahn. Von ihm zeugt nur noch der Kellereingang und der schon genannte zweiständige Lokomotivschuppen mit Werkstatt für die Unterhaltung

 

von Dampflokomotiven und Wagen. Er wurde nach dem Krieg instand gesetzt und für Wohnzwecke umgebaut. Am Bahnsteig der Kleinbahn neben dem Lokschuppen begannen und endeten auch Triebwagen im planmäßigen Personenverkehr.


Die Zerstörung am Ende des Krieges, die Einstellung des Betriebs der Oderbruchbahn und der Wandel des Verkehrsgeschehens nach dem Ende der DDR haben die Rolle des kleinen Eisenbahnknotens schrumpfen lassen. Heute verkehren am Tage im stündlichen Abstand Triebwagen der Niederbarnimer Eisenbahn als Oderlandbahn zwischen Berlin-Lichtenberg und Kostrzyn. Deutsche und polnische Regionalpolitiker, Wirtschafts- und Verkehrsexperten bemühen sich, diesen gut frequentierten, grenzüberschreitenden Personenverkehr zunächst bis Gorzów Wlkp., dem früheren Landsberg an der Warthe, auszudehnen.

 

Dem dienen auch die Rekonstruktionen an und auf
repräsentativen Bahnhöfen aus der Preußen-Ära der
Eisenbahn, wie Müncheberg, Gusow und Kostrzyn (Küstrin).
Die dritte Station Golzow Dorf (km 53,9) am östlichen Dorfrand nahe der Straße nach Wilhelminenhof - heute befindet sich auf dem Gelände eine Werkstatthalle - verfügte nach dem üblichen


 

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,, SWDiese nach dem Kriegsende als Durchfahrt durch den Bahndamm der Reichsbahn wiederhergestellte Brücke bei Dolgelin hat die Natur auch zugesperrt.
Foto: Horst Regling

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Den nach Sachsendorf in weitem Bogen hinunterführenden Bahndamm der Oderbruchbahn sollte man heute besser aus der Ferne betrachten.
Foto: Horst Regling

 zAuf dieser ehemalige Pflasterstraße bei Sachsendorf verläuft heute, abweichend von der Bahnstraße, der Radweg über Hackenow nach Alt Tuchband.

Foto: Lothar Meyer 

Standard über 2 Gleise, eine Ladestraße und einen Techowbau.
Der wurde 1945 bei den Kämpfen um den Ort schwer beschädigt, wieder aufgebaut und dann 1966 abgerissen. Das ursprüngliche Güteraufkommen betrug hier rund 4.000 t, die Hälfte war eingehende Kohle. Später mit der Vermehrung des Gemüseanbaus in der Region änderte sich das Bild.

 

Oberhalb von Golzow verlässt der Radweg den Ort zunächst auf der Kleinbahntrasse und schwenkt dann vor Friedrichsaue an die Dorfstraße heran. Wer den Bahnhof Friedrichsaue (km 57,3) sucht, frage im Ort nach der Bahnhofstraße. Sie führt zu einem Auenwäldchen, in dem die Überreste eines offenen Wartehäuschens versteckt sind. Das ersetzte nach dem Krieg den maroden Techowbau.

 

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Zuckerfabrik

Eduard Baath, Gutsbesitzer in Sachendorf, begann 1850 mit dem Bau einer Zuckerfabrik in Sachsendorf. Sie wurde auf eine Verarbeitung von etwa 800 Zentner Rüben pro Tag eingerichtet. Die erste Kampagne lief 1852/53.

 

Die Fabrik befand sich direkt im Zentrum des Ortes Sachsendorf. 

 

Die Grundlage der Produktion auf seinen Gütern bildete die Zuckerrübenwirtschaft. Darauf war alles ausgerichtet.

 

Nach dem Ableben des Guts- und Fabrikbesitzers Baath heiratete die Witwe den Landwirt und Verwalter des Rittergutes Sachsendorf Karl August Adolf Schmelzer, er widmete sich der Zuckerrübenkultur und stattete die Zuckerfabrik mit modernster Technik aus und machte sie zum Zentrum der Rübenverarbeitung. Er scheute keine Kosten und hielt die Fabrik stets auf den neuesten technischen Stand.

 

Ab 1919 gehörte die Zuckerfabrik Sachsendorf zur Zuckerfabrik Voßberg. Sie wurde dann als Zweitfabrik geführt.

 

Nach 80- jähriger Produktionszeit wurde sie 1931/32 aus Konkurrenzgründen geschlossen , wurde dann nur noch als Rübentrocknungsbetrieb genutzt.

 

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